RĂ¼ckblick auf die 6. Stadtratssitzung vom 29. September 2026
Die wichtigsten BeschlĂ¼sse und Themen im Ăœberblick:
Nach der Sitzungspause im August kam der Steiner Stadtrat am 29. September 2026 zu seiner sechsten Sitzung zusammen. Auf der Tagesordnung standen unter anderem das Stadtjubiläum 2027, die Digitalisierung der Verwaltung, soziale Angebote, die Ausstattung des Bauhofs und Fragen zur kĂ¼nftigen Zusammenarbeit mit dem Kommunalbetrieb Stein.
Dabei ging es immer wieder um die Frage, wie wir unsere Stadt weiterentwickeln und zugleich verantwortungsvoll mit den verfĂ¼gbaren Mitteln umgehen können. Wir geben einen ausfĂ¼hrlichen Ăœberblick Ă¼ber die BeschlĂ¼sse, erläutern ihre HintergrĂ¼nde und zeigen, wie die CSU die wesentlichen Themen bewertet.
TOP 1 - 50 Jahre Stadterhebung: ein Jubiläum mit AugenmaĂŸ
2027 feiert Stein das 50-jährige Jubiläum seiner Stadterhebung. FĂ¼r die Gestaltung des Jubiläumsjahres stellte der Stadtrat einstimmig Haushaltsmittel in Höhe von 200.000 Euro bereit. Zum Vergleich: FĂ¼r das 40-jährige Jubiläum war ein doppelt so hoher Betrag vorgesehen. Bestehende Veranstaltungen sollen eingebunden werden, ergänzt um ein Schlosskonzert-Wochenende.
Mit dem Beschluss steht ein finanzieller Rahmen fĂ¼r die weitere Planung zur VerfĂ¼gung. Gleichzeitig wurde deutlich gemacht, dass die Umsetzung mit möglichst wenig Mitteln erfolgen und das Budget verantwortungsvoll eingesetzt werden soll. Die bereitgestellte Summe ist deshalb kein Auftrag, den Betrag vollständig auszuschöpfen.
Die CSU unterstĂ¼tzt unseren Ersten BĂ¼rgermeister Bertram Höfer bei der Gestaltung des Jubiläumsjahres und spricht ihm das notwendige Vertrauen aus. Ein solches Jubiläum bietet Gelegenheit, auf die Entwicklung unserer Stadt zurĂ¼ckzublicken und das ZusammengehörigkeitsgefĂ¼hl in Stein zu stärken. FĂ¼r uns gehören eine angemessene WĂ¼rdigung dieses besonderen Anlasses und ein sparsamer Umgang mit öffentlichen Geldern zusammen.
TOP 2 - Digitale Stadtverwaltung: ein Fahrplan bis 2029
Der Stadtrat beschloss einstimmig die weitere Digitalisierung der Stadtverwaltung. Die vorgestellte Roadmap bis 2029 beschreibt den Weg zu einem umfassenderen digitalen Angebot. Ziel ist es, die Verwaltungsleistungen fĂ¼r BĂ¼rgerinnen und BĂ¼rger digital zugänglich zu machen und perspektivisch ein vollständig digitales Rathaus zu ermöglichen. Auch ein KI-Service-Bot ist als zusätzliche UnterstĂ¼tzung geplant.
Die Strategie soll bis Ende 2026 fertiggestellt und spätestens im Februar 2027 dem Stadtrat zur Beschlussfassung vorgelegt werden.
FĂ¼r die Menschen in Stein kann diese Entwicklung den Alltag erleichtern: Digitale Angebote können Wege ersparen und ermöglichen, Anliegen unabhängiger von den Ă–ffnungszeiten des Rathauses zu bearbeiten. Ein Service-Bot kann dabei helfen, Informationen und die passenden Angebote der Verwaltung leichter zu finden. Die vorgestellte Roadmap bildet den Rahmen fĂ¼r diese schrittweise Entwicklung.
Die CSU begrĂ¼ĂŸt und unterstĂ¼tzt das Vorhaben ausdrĂ¼cklich. Eine moderne Verwaltung muss gut erreichbar sein und ihre Leistungen verständlich und einfach zugänglich machen. Der Nutzen der Digitalisierung zeigt sich fĂ¼r uns daran, ob Anliegen leichter erledigt werden können und die Verwaltung ihre Arbeit effizienter organisieren kann.
TOP 3 - Kanal- und Abbrucharbeiten: Versorgung des Verwaltungsbaus sichern
Der Stadtrat wurde Ă¼ber die Kanal- und Abbrucharbeiten informiert. Hintergrund ist, dass Versorgungsleitungen fĂ¼r den Verwaltungsbau bislang an dem Gebäude hängen, das abgebrochen werden soll. Die notwendigen Arbeiten stehen damit in unmittelbarem Zusammenhang mit dem geplanten Abbruch.
TOP 4 - Quartiersarbeit: soziale Begegnung in Stein fortfĂ¼hren
Die Zusammenarbeit mit der Caritas FĂ¼rth zur FortfĂ¼hrung der Quartiersarbeit in Stein wurde beschlossen. Gegenstand der Vereinbarung ist die Ăœbernahme von Personal- und Sachkosten. Damit können soziale Angebote und Veranstaltungen, unter anderem im Paul-Gerhardt-Gemeindehaus, weiter stattfinden.
Quartiersarbeit setzt im unmittelbaren Lebensumfeld der Menschen an. Sie schafft Möglichkeiten, zusammenzukommen, Kontakte zu knĂ¼pfen und am gemeinschaftlichen Leben teilzunehmen. Ihr Wert liegt deshalb auch in den Verbindungen, die zwischen den Menschen vor Ort entstehen.
Die CSU ist froh, dass diese Arbeit fortgefĂ¼hrt wird. Eine lebenswerte Stadt braucht neben einer funktionierenden Infrastruktur auch Orte der Begegnung und Angebote, die das Miteinander stärken. Die beschlossene Zusammenarbeit schafft dafĂ¼r eine Grundlage.
TOP 5 bis 16 - Freiflächen-Photovoltaik: Stellungnahmen behandelt
In mehreren zusammenhängenden Tagesordnungspunkten befasste sich der Stadtrat mit Stellungnahmen im Zusammenhang mit einer Freiflächen-Photovoltaikanlage. Die entsprechenden BeschlĂ¼sse zu den Stellungnahmen wurden gefasst.
Solche Beratungen dienen dazu, die im Verfahren vorgebrachten Hinweise und Belange zu behandeln. Die BeschlĂ¼sse zu den Stellungnahmen sind dabei von einer Entscheidung Ă¼ber die tatsächliche Errichtung oder Inbetriebnahme einer Anlage zu unterscheiden.
TOP 17 - Neuer LKW fĂ¼r den Bauhof
Der Stadtrat beschloss die Ersatzbeschaffung eines LKW fĂ¼r den Bauhof. Herr Haberland vom Bauhof erläuterte den Zustand des vorhandenen Fahrzeugs und die Dringlichkeit der Anschaffung. Reparaturen wurden als unwirtschaftlich beschrieben.
Die CSU hatte sich bereits im Vorfeld vor Ort ein eigenes Bild gemacht. Wir begrĂ¼ĂŸen den Beschluss ausdrĂ¼cklich, weil die Ersatzbeschaffung dringend notwendig ist. Dabei geht es sowohl um die Betriebssicherheit als auch um die Arbeitssicherheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Die Menschen im Bauhof arbeiten täglich fĂ¼r die Steiner BĂ¼rgerinnen und BĂ¼rger. Damit sie ihre Aufgaben zuverlässig erfĂ¼llen können, benötigen sie geeignete und sichere Arbeitsmittel. Ein verantwortungsvoller Umgang mit dem Haushalt bedeutet auch, notwendige Ersatzbeschaffungen rechtzeitig vorzunehmen. Die Sicherheit der Beschäftigten und die verlässliche Erledigung ihrer Aufgaben sind fĂ¼r uns wesentliche GrĂ¼nde fĂ¼r diese Entscheidung.
TOP 18 - Tempo 30: StraĂŸenabschnitte differenziert betrachten
Der Antrag der SBG zu Tempo 30 wurde zur weiteren PrĂ¼fung an die Verwaltung verwiesen. Die angesprochenen Punkte sollen in der Verkehrsschau des Landkreises im Oktober bewertet werden. Eine endgĂ¼ltige Entscheidung Ă¼ber die beantragten Regelungen wurde damit noch nicht getroffen.
Die CSU spricht sich fĂ¼r Tempo 30 in der Albertus-Magnus-StraĂŸe aus. Den vorgeschlagenen Tempo-30-Abschnitt auf der HauptstraĂŸe auf Höhe des Spektrums lehnen wir hingegen ab. Dort sehen wir die Vermeidung zusätzlicher Verkehrsbehinderungen als einen wichtigen Gesichtspunkt.
Sollte Tempo 30 an dieser Stelle dennoch eingefĂ¼hrt werden, halten wir die PrĂ¼fung einer längeren zusammenhängenden Strecke fĂ¼r sinnvoller. Ein kurzer Abschnitt kann dazu fĂ¼hren, dass Fahrzeuge abbremsen und unmittelbar danach wieder beschleunigen. Aus unserer Sicht sollte deshalb betrachtet werden, ob eine längere Regelung einen gleichmĂ¤ĂŸigeren Verkehrsfluss ermöglichen und unnötiges Beschleunigen sowie damit verbundene Emissionen vermeiden kann.
Die Verkehrsschau soll eine fachliche Grundlage fĂ¼r die weitere Entscheidung liefern. FĂ¼r die CSU kommt es darauf an, die konkrete Situation des jeweiligen StraĂŸenabschnitts zu bewerten und Sicherheit, Verkehrsfluss und Auswirkungen auf das Umfeld gemeinsam zu betrachten.
TOP 19 - Kommunalbetrieb Stein: drohende Mehrbelastung fĂ¼r den Haushalt vermeiden
Beim SPD-Antrag zur Zusammenarbeit mit dem Kommunalbetrieb Stein (KBS) ging es um die in der Sitzung dargestellten umsatzsteuerlichen Ă„nderungen ab 2027. Danach droht bei betroffenen Dienstleistungen des KBS fĂ¼r die Stadt eine zusätzliche Belastung durch 19 Prozent Umsatzsteuer.
FĂ¼r den städtischen Haushalt wäre das eine Mehrbelastung, ohne dass sich allein dadurch der Umfang der erbrachten Leistungen erhöht. Deshalb soll die Kämmerei bis zur Oktober-Sitzung Lösungsansätze erarbeiten. GeprĂ¼ft wird unter anderem, ob betroffene Aufgabenbereiche teilweise in die Kernverwaltung zurĂ¼ckgefĂ¼hrt werden können. Eine abschlieĂŸende Entscheidung Ă¼ber eine solche Ă„nderung wurde noch nicht getroffen.
FĂ¼r die CSU ist klar: Vermeidbare zusätzliche Ausgaben mĂ¼ssen verhindert werden, damit der Haushalt nicht weiter belastet wird. Gleichzeitig sind mögliche negative Auswirkungen auf den Kommunalbetrieb zu berĂ¼cksichtigen. Entscheidend ist eine tragfähige Lösung fĂ¼r die Stadt insgesamt. DafĂ¼r mĂ¼ssen die finanziellen und organisatorischen Folgen der verschiedenen Möglichkeiten sorgfältig gegenĂ¼bergestellt werden.
TOP 20 - Schulbaukommission
Der gemeinsame Antrag von SPD, SBG, Die Linke und Freien Wählern zur Einrichtung einer Schulbaukommission wurde vertagt. Hintergrund war, dass Erster BĂ¼rgermeister Bertram Höfer und die Stadt bereits im Vorfeld vorgesehen hatten, den gesamten Stadtrat in den weiteren Entwicklungsprozess einzubinden. Das Anliegen einer umfassenden Beteiligung wird damit bereits aufgegriffen.
Die CSU begrĂ¼ĂŸt diese transparente Arbeitsweise ausdrĂ¼cklich. Der gesamte Stadtrat soll frĂ¼hzeitig informiert und in die Entwicklung eingebunden werden. Gerade bei einem Schulbauvorhaben mit langfristigen pädagogischen, baulichen und finanziellen Auswirkungen ist diese Zusammenarbeit entscheidend.
Die Einbindung des gesamten Gremiums schafft eine gemeinsame Informationsgrundlage und ermöglicht es den Stadträtinnen und Stadträten, ihre Verantwortung wahrzunehmen und die weitere Planung aktiv mitzugestalten.
TOP 21 - Gedenken an Lothar Kirsch und Regelung seiner Nachfolge
Zu Beginn der Sitzung gedachte der Stadtrat in einer Schweigeminute des verstorbenen Kollegen Lothar Kirsch von der SBG. Mit ihm verliert Stein einen engagierten Kommunalpolitiker und der Stadtrat einen geschätzten Kollegen. Unser MitgefĂ¼hl gilt seiner Familie und seinen Angehörigen.
Im weiteren Verlauf wurde Bettina Vila Schmid entsprechend der Beschlussvorlage als seine Nachfolgerin bestätigt.
TOP 22 - Weitere Themen: Hitzeschutz, Kinderbetreuung und Familienkonferenz
Die Stadt prĂ¼ft geeignete MaĂŸnahmen zum Hitzeschutz. Als mögliche Ansätze wurden unter anderem Trinkbrunnen und SprĂ¼hnebler genannt. Auch Fördermöglichkeiten sollen dabei berĂ¼cksichtigt werden. Konkrete Standorte oder eine Umsetzung wurden mit diesen Informationen noch nicht festgelegt.
Die CSU begrĂ¼ĂŸt die Initiative. MaĂŸnahmen zum Hitzeschutz können dazu beitragen, den Aufenthalt im öffentlichen Raum an heiĂŸen Tagen angenehmer zu machen. Die PrĂ¼fung geeigneter Lösungen ist deshalb ein sinnvoller nächster Schritt.
Im Bereich der Kinderbetreuung soll die Verwaltung die Praxis der Einrichtungen im Umgang mit der geänderten Verteilung von Fördermitteln abfragen. Ziel ist eine einheitliche Handhabung. Zunächst soll dafĂ¼r geklärt werden, wie die verschiedenen Einrichtungen derzeit vorgehen.
AuĂŸerdem wurde auf die Familienkonferenz am 17. November hingewiesen und um rege Teilnahme gebeten.
Unser Fazit nach dieser Sitzung:
Die erste Stadtratssitzung nach der Sommerpause hat wichtige Vorhaben auf den Weg gebracht und zugleich Themen aufgegriffen, bei denen weitere PrĂ¼fungen notwendig sind. Das gilt insbesondere fĂ¼r die Verkehrsregelungen und die kĂ¼nftige Zusammenarbeit mit dem Kommunalbetrieb.
FĂ¼r die CSU gehören eine moderne Verwaltung, verlässliche soziale Angebote, sichere Arbeitsbedingungen und finanzielle Vernunft zusammen. Wir unterstĂ¼tzen die Weiterentwicklung unserer Stadt und achten darauf, dass Entscheidungen nachvollziehbar vorbereitet werden. Die Einbindung des Stadtrats beim Schulbau und die PrĂ¼fung von Lösungen zur Entlastung des Haushalts sind dafĂ¼r wichtige Schritte.
đŸ“… Kommunalpolitik live erleben
Kommunalpolitik lebt vom Austausch. Deshalb freuen wir uns Ă¼ber alle BĂ¼rgerinnen und BĂ¼rger, die die öffentlichen Sitzungen besuchen und sich fĂ¼r die Entwicklung unserer Stadt interessieren.
Die nächste öffentliche Stadtratssitzung findet am Dienstag, 27. Oktober 2026, um 18:30 Uhr im Festsaal des Frauenwerks (Deutenbacher StraĂŸe 1, Stein) statt.
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